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Passau von 1950 bis heute  
Ausstellung auf der Veste Oberhaus
 
Oberhaus 125 - Altstadt | Rubrik: Kunst
Bildbeitrag vom 20.07.2017

Warum heißt das Kapfinger eigentlich Kapfinger? Wie hat sich die Dult entwickelt und welche Zeugnisse des Flüchtlingsstroms sind in Passau erhalten geblieben? All diesen und noch viel mehr Fragen geht die neue Ausstellung "Passau von 1950 bis heute" im Oberhausmuseum nach. In mehrmonatiger Kleinstarbeit wurden Zeugnisse der Stadtgeschichte zusammengetragen, die die ganze Vielfalt der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und des neuen Milleniums präsentieren sollen.

Geschichte die sich anfassen lässt

Denn auch in jüngerer Vergangenheit hat sich in Passau vieles bewegt, ereignet und zugetragen. Die Veranstaltung rückt erstmals eine Zeit in den Fokus, die bisher vielleicht als zu nah galt, um historisch betrachtet zu werden. Dabei ist die neueste Geschichte mindestens so prägend für das heutige Stadtbild wie die große Vorgeschichte der Stadt. Museumsleiterin Stefanie Buchold hob bei der Eröffnung die vielen Änderungen, Konflikte, Kompromisse und Entscheidungen hervor, die das Passau von heute hervorgebracht haben. Da ist die Eröffnung der Universität und der Bau der neuen Mitte, Zeugnisse aus dem alten Badeanstalt "Bschütt" und eine Würdigung des PNP-Gründers Dr. Hans Kapfinger. 

Hochwasser - Thema und Herausforderung der Ausstellung

Ein Thema, an dem die Ausstellung gleich doppelt nicht vorbeikommt, ist das Hochwasser 2013. Nicht nur weil es zur Stadtgeschichte gehört ist es ein großes Thema der Eröffnungsveranstaltung, sondern weil sich das Hochwasser als größte Heruasforderung der Umsetzung herausstellte: So gingen zahlreiche Zeitzeugnisse in den Aufräumarbeiten damals verloren wurden beschädigt der ganz zerstört. Nun in liebevoller und kräftezehrender Kleinarbeit konnten über Monate die Objekte zusammengetragen werden, die nun das Oberhausmuseum schmücken. Die Aufgabe mag ungleich schwerer geworden sein nach dem Hochwasser, trotzdem konnte das Museum auf einen eindrucksvollen Fundus an Schätzen zusammentragen, der nun in den drei Kapiteln Traditionen, Umbrüche und Herausforderungen noch bis Ende des Jahres zu sehen sein wird.

Große, kleine Geschichte

Übrigens: Wer denkt, die großen Themen der Stadt bereits zu kennen, wird in der Ausstellung positiv überrascht. Denn weniger das große Ereignis als solches steht im Vordergrund, als vielmehr die kleinen Geschichten rund um diese großen Geschichten. Die Kuratoren wollten gar keine Vollständige Geschichtsaufbereitung, sondern bewusst zeigen, wie kleine Zeugnisse und Geschichten das Stadterleben bereichern und erlebbar machen. Statt dem Abriss der Nibelungenhalle darzustellen, finden alte Passauer vielleicht ihren langfährigen Treffpunkt vor der Halle wieder, wenn sie über die alte Standuhr des Vorplatzes stolplern. Der erste Universitätsausweis zeigt genau wie ein Toilettenschild auf Bayrisch und Deutsch, wie die Auswärtigen langsam in die Stadt intergriert wurden, und an den Flüchtlingsstrom 2015 erinnert ein zurückgelassenes Arkordeon. Dinge, die alltäglich sind - und damit zeigen, wie ereignisreich und schön der Alltag in Passau sein kann.

Text & Bild: Chrestien Delonge

 

 
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